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29.06.2012

Hier fühle ich mich wohl!


Janina Menn, Altenpflegeschülerin St. Gerhardus Haus

Altenpflegerin werden im Seniorenzentrum St. Gerhardus

„Hier fühle ich mich wohl, hier möchte ich arbeiten!“ war der erste Gedanke, den Janina Menn aus Bergneustadt hatte, als Sie im St. Gerhardus-Haus ihr Jahrespraktikum antrat. Heute, über zweieinhalb Jahre später, ist sie im zweiten Ausbildungsjahr zur Altenpflegerin im Seniorenzentrum in Drolshagen und fühlt sich dort sichtlich geborgen und gut ausgebildet.

Das Seniorenzentrum St. Gerhardus ist eine Einrichtung der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO) und wurde bereits im Jahre 1895 erbaut. In der Vergangenheit diente es als Heim für Obdachlose und als Kinderheim. Später dann wurde die zentral in der Stadt Drolshagen gelegene Einrichtung als Krankenhaus genutzt bis sie schließlich im Jahre 1970 als Senioren- und Pflegeheim eingeweiht wurde.

Zurzeit leben im Seniorenzentrum 102 Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohnbereichen Josef und Elisabeth. Letzterer wurde 2009/2010 neu gebaut und bietet Platz für insgesamt 52 Personen. Im St. Josef Flügel gibt es zwei Seniorenkonvente in denen 40 Ordensschwestern der Olper Franziskanerinnen sowie 10 Senioren leben.  

Fast 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich in den verschiedenen Bereichen im Einsatz. Sie alle sehen sich dem Leitbild der GFO verpflichtet und richten so ihr tägliches Handeln am christlichen Menschenbild aus. Gemeinsames zentrales Anliegen ist die Rücksicht auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. Sie sollen sich wohl fühlen, dies spiegelt sich auch in der hellen und freundlichen Gestaltung des Hauses wieder. Auch den Mitarbeitern gefällt das neue Erscheinungsbild des Hauses, nach den umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten der letzten beiden Jahre, deutlich besser.

Janina Menn hatte gleich beim ersten Betreten des Hauses einen guten Eindruck. Nachdem sie bereits ein Praktikum in einer anderen Altenpflegeeinrichtung absolviert hatte, begann sie ein Jahrespraktikum im St. Gerhardus Haus und ergriff sofort ihre Chance, als ihr dort ein Ausbildungsplatz angeboten wurde. Mittlerweile hat die Bergneustädterin schon einige Wohnbereiche kennengerlernt. Die Teams sind eingespielt und Janina fühlt sich gut aufgehoben und ausgebildet. Scheinbar hat die junge Frau ihren Traumjob gefunden: „Ich wollte schon immer in diesem Bereich arbeiten“, so Janina. Um sich in ihrem Berufswunsch zu bestätigen hat sie vor ihrer Ausbildung zwei Praktika absolviert. Diese hatten sie in ihrer Entscheidung bestärkt. Janina sind das soziale Engagement und die Hilfe am Menschen sehr wichtig. Zwar ist sie selbst nicht katholisch, aber stolz darauf, im Seniorenzentrum St. Gerhardus arbeiten zu dürfen und findet es toll, dass auch Ordensschwestern dort untergebracht sind und am Alltagsleben teilhaben. Laut der 20-jährigen sind Angebote, wie beispielsweise die tägliche Messe in der hauseigenen Kapelle eine Bereicherung für die Bewohner. „Der Wechsel zwischen Früh- und Spätschichten, aber auch die Arbeit am Wochenende und an Feiertagen waren für mich zugegebenermaßen erst gewöhnungsbedürftig, aber das gehört zum Beruf der Altenpflegerin dazu und da nehme ich das gerne in Kauf“, so Janina. Nach der Frage, welche 3 Talente man mitbringen muss, um Altenpflegerin zu werden, war ihre Antwort: „Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Spaß am Umgang mit kranken und alten Menschen“. Bereits jetzt, im zweiten Ausbildungsjahr, darf sie auch einige Aufgaben eigenverantwortlich übernehmen. Man bleibt gefordert, lernt jeden Tag Neues dazu und kann den Bewohnerinnen und Bewohnern dabei helfen, ihren Alltag zu meistern und ihren individuellen Bedürfnissen nachzugehen.

In den Mentoren haben die Auszubildenden im Seniorenzentrum St. Gerhardus einen ständigen Ansprechpartner, der ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite steht und ihnen hilft. Janina ist begeistert von ihrer Ausbildung und freut sich bereits jetzt darauf, später einmal eine feste Stelle als Altenpflegerin antreten zu dürfen. Ob sie danach noch Weiterbildungen machen möchte weiß sie noch nicht: „Erst einmal möchte ich Berufserfahrung sammeln. Dann sehe ich weiter.”


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