16.12.2016

Das Kreuz als Sperrgepäck


Das Kreuz für das neue Hospiz St. Klara in Troisdorf

Die Beschäftigten am Flughafen Rom erleben das nicht jeden Tag: 15 Mitarbeitende aus der Palliativstation Troisdorf übergaben ihnen ein großes Kreuz in Tau-Form mit der eindringlichen Bitte, es heil nach Köln zu transportieren. Sie hatten das Kreuz vier Tage zuvor an der Kathedrale San Francesco in Assisi in Empfang genommen und es nach einer kleinen Andacht auf dem Vorplatz durch die Stadt in die Pilgerherberge zu tragen. Das Kreuz ist bestimmt für das neue Hospiz St. Klara in Troisdorf, wo es im Andachts- und Gebetsraum Gästen, Angehörigen und Mitarbeitenden Trost und Hoffnung schenken soll. Nun ist es, deklariert als Sperrgepäck, gut in Köln-Bon gelandet. Bevor es seinen Bestimmungsort erreicht, wird es von Mitarbeitern der Geschäftsstelle und einigen Ordensfrauen in Olpe bewundert. "Es ist wunderschön", sagt Sr. Magdalena, die Generaloberin der Franziskanerinnen zu Olpe. "Aber was mich noch mehr bewegt ist, dass es von Mitarbeitern von Assisi nach Deutschland abgeholt und begleitet worden ist. Das ist etwas ganz anderes, als es nur irgendwo zu kaufen und aufzuhängen."

Das Kreuz ist ca. 80 x 120 cm groß und von einem Holzschnitzer, der aus Bethlehem stammt und seit Jahren mit seiner Familien in Assisi lebt, hergestellt. Seine Form, das Tau, greift auf den letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets zurück. Es verweist das Zeichen, das der Hl. Franz von Assisi gerne benutzte, um Schriftstücke zu unterzeichnen. Es ist ein Symbol, das für Endlichkeit und Hoffnung steht. Und für nun auch eine Verbundenheit zwischen Bethlehem, Assisi - und Troisdorf. "Es hält die Erinnerung wach", sagt Martin Kessler, der neue Leiter des Hospizes, "auch die Erinnerung an eindrückliche und erlebnisreiche Tage in Assisi, die mich und unser Team nachhaltig bewegt haben."