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Das Tau der GFO

Das Tau ist Erkennungszeichen der franziskanischen Bewegung. Franz von Assisi hat es häufig genutzt.

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Unsere Werte Die Arbeit des GFO-Verbundes gründet auf franziskanischen Werten und steht in der Tradition von Franz von Assisi und Maria Theresia Bonzel.

Unsere Werte

Die Arbeit des GFO-Verbundes gründet auf franziskanischen Werten und steht in der Tradition von Franz von Assisi und Maria Theresia Bonzel.

Unsere Wurzeln

Die GFO hat ihre Wurzeln im Wirken des Ordens der Franziskanerinnen zu Olpe. Er wurde 1863 von Maria Theresia Bonzel gegründet. Die Maria Theresia Bonzel-Stiftung trägt diese Arbeit und Ideen weiter. Der GFO-Verbund setzt die Ziele der Maria Theresia Bonzel-Stiftung in seinen Einrichtungen um. Diese stehen in der Tradition des Denkens und Wirkens des Heiligen Franz von Assisi. Für die Mitarbeitenden sind christliche Ethik und Werte handlungsleitend. Die Christliche Identität der GFO drückt sich u.a. aus in Offenheit und Zugewandheit. Das Leitbild dient als Richtschnur für den täglichen Dienst und als Basis der Zusammenarbeit der Mitarbeitenden untereinander. Die GFO ist ein moderner weltoffener Verbund, in dem auch Menschen anderer Religionen und Konfessionen willkommen sind.


Über das Tau

Franz von Assisi hat das T (gesprochen: Tau) häufig an das Ende seiner Briefe geschrieben oder an Bäume oder Gebäude gemalt. Das Tau ist der Anfangsbuchstabe des griechischen Wortes „Tapeinos“, das u.a. die Bedeutung „demütig“ besitzt. Die Bildmarke der GFO stellt dieses starke Zeichen in den Vordergrund.

Franz von Assisi war beeindruckt von der Erfahrung, dass der freiwillige Verzicht auf Reichtum und Macht Menschen Freiheit schenkt. Er selbst kam aus sehr reichen Verhältnissen. Bewusst und freiwillig entschied er sich für ein Leben in konsequenter Armut. Er hat damit viele seiner Zeitgenossen:innen so fasziniert, dass sich zahlreiche Frauen und Männer ihm und seiner Idee anschlossen.

Das Tau-Symbol hatte für Franz von Assisi noch eine weitere Bedeutung: In der hebräischen Bibel, die wir heute das Alte Testament nennen, fand er im Buch Ezechiel einen prophetischen Text. Dort wird geschildert, dass Menschen, die sich in Israel für ein sozial gerechtes und gottgefälliges Leben einsetzen, mit einem hebräischen  „Taw“ (oder „Tau“) auf der Stirn gezeichnet werden. Franz von Assisi verstand dieses Zeichen als Ausdruck des Engagements für Gerechtigkeit und als einen Schutz, der vor Unheil bewahrt.

Wenn nun dieses Zeichen in der Bildmarke der GFO erscheint, dann knüpfen wir an diese bemerkenswerten Ideen an. Unsere Einrichtungen und  Dienste sind ein Teil der franziskanischen Bewegung. Die GFO sah es von ihrem Beginn an als Aufgabe, Menschen in ihren vielfältigen Bedarfen und Nöten Hilfe und Schutz anzubieten. Sie engagiert sich für Gerechtigkeit und sozialen Frieden. Sie tut es in dem Bewusstsein, dass dieses Bemühen dem Willen Gottes entspricht und von ihm gesegnet ist. 


Franz von Assisi &
Maria Theresia Bonzel

Die Entstehung der GFO ist geprägt von zwei eindrucksvollen historischen Personen: Franz von Assisi (1181-1226) und Maria-Theresia Bonzel aus Olpe (1830-1905).

Franz von Assisi wurde bereits zu Lebzeiten von vielen seiner Zeitgenossen hoch geschätzt. Seine begeisterter Glaube an die Menschwerdung Gottes in Jesus von Nazareth, sein  freundlicher und friedlicher Umgang mit allen Menschen, gleich welcher Herkunft, welchen Alters, welchen Geschlechts, und seine respektvolle Verbundenheit mit allen Geschöpfen haben viele Menschen auch nach seinem Tod über viele Jahrhunderte hinweg begeistert.

In der Tradition dieser franziskanischen Bewegung sah sich  600 Jahre später Maria-Theresia Bonzel, als sie 1863 die Ordensgemeinschaft der Olper Franziskanerinnen gründete. Sie war wie Franz zutiefst berührt von den Armen  ihrer Zeit: Das waren Menschen, die infolge der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts und des Zusammenbruchs familiärer Versorgungsstrukturen verwaist, krank oder pflegebedürftig am Rand der Gesellschaft standen. Sie begegnete diesen Menschen unabhängig von deren Herkunft oder Weltanschauung mit Respekt, Wertschätzung und suchte mit ihren Mitschwestern engagiert, wie qualifizierte und nachhaltige Hilfe gelingen kann. Ihre Sorge galt einer guten fachlichen Qualifikation der Hilfsbereiten  und der Errichtung von soliden Einrichtungen, in den diese Hilfe geleistet werden konnte.

Umsichtig und klug gründete sie kurz vor ihrem Lebensende eine GmbH, um den Weiterbestand ihrer Lebenswerks zu sichern. Sie legte damit das Fundament der GFO, die ihr ideelles und ihr materielle Erbe aufgreift und weiter entfaltet. Die GFO wird in diesem Anliegen von zwei Gesellschaftern gemeinsam getragen: der Maria Theresia Bonzel-Stiftung und der deutschen Provinz des Ordens, den „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung, e.V.“ 


Franziskus

Gründer der franziskanischen Bewegung

„Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“

... so lässt sich der Leitsatz eines unvergleichlich originellen und unerschrockenen Lebenskünstlers aus dem 12. Jahrhunderts zusammenfassen:

Franz von Assisi wurde 1181/1182 in Assisi, einer Kleinstadt  im heutigen Mittelitalien, geboren. Als Sohn einer angesehenen und reichen Familie hätte er mühelos eine aussichtsreiche Kariere antreten können. Doch er entschied sich, beeindruckt vom Leben Jesu von Nazareth, für ein Leben in freiwilliger und radikaler Armut. Er war tief beeindruckt von der Vorstellung eines Gottes, der nicht als Herrscher über allem steht, sondern sich selbst als kleiner Mensch den Menschen gleich macht, um Frieden auf Erden zu bringen. So wurde es Franziskus ein zentrales Anliegen, allen Menschen freundlich und auf Augenhöhe zu begegnen und Versöhnung in die zerstrittenen Städte und Kommunen zu stiften. Er sah alle Menschen in erster Linie als Schwestern oder Brüder, unabhängig von sozialer Herkunft, Besitz, Macht, Geschlecht oder Gesundheit. Und auch die gesamte natürliche Schöpfung betrachtete er mit einem liebevollen, respektvollen Blick. Die Welt mit ihren vier Elementen (Wasser, Feuer, Erde und Luft), die Gestirne (Sonne, Mond, Sterne), selbst den Tod nannte er Schwester oder Bruder und zeigte damit seine tiefe Verbundenheit mit der natürlichen Schöpfung und dem göttlichen Schöpfer.

Seine Lebensweise, obwohl sie sehr asketisch und radikal war,  zog schnell Gleichgesinnte an: Kaufleute, Adelige und Handwerker, Kleriker und Laien, Männer und Frauen. So gründete Franziskus eine brüderliche Ordensgemeinschaft, und unterstützte die Entstehung eines Frauenordens, der Klarissen, die sich rund eine junge Frau aus adeligem Stand, Klara von Assisi, entwickelte.

Ordensgründerinnen und -gründer aus späteren Jahrhunderten haben seine Ideen aufgegriffen und weiterentwickelt. Genauso hat es Mutter Maria Theresia Bonzel 1863 für ihre neue Gemeinschaft gemacht.


Maria Theresia Bonzel

Gründerin der Olper Franziskanerinnen

Mutter Maria Theresia Bonzel war eine der führenden Frauengestalten in der katholischen Kirche des 19. Jahrhunderts. Sie wurde am 17. September 1830 in Olpe geboren und auf den Namen Regina Christina Wilhelmina getauft, genannt wurde sie Aline. 

Trotz eines gesicherten Lebensstandards in einer wohlhabenden Familie wurde sie schon in jungen Jahren von den vielfältigen Nöte in ihrer Umgebung berührt. Aus ihrem tiefen christlichen Glauben und einem intensiven Gebetsleben heraus fühlte sie sich verantwortlich und berufen, den Menschen in Not zu helfen. Sie wollte wie Franziskus freiwillig arm leben, um frei zu werden für den Dienst an den Armen. Für sie waren Gebet und Gottesdienst untrennbar verbunden mit tatkräftigem Einsatz für eine gerechtere soziale Ordnung. Ähnlich wie bei Franziskus fand Maria Theresia Bonzel schon sehr bald viele Glaubens- und Lebensgefährtinnen. Für sie bildeten „Anbeten und Anpacken“ eine selbstverständliche Einheit.

Besonders berührt war diese Gemeinschaft zunächst vom Los vieler verwaister oder verwahrloster Kinder. Es war ihr ein dringendes Anliegen, ihnen Schutz, Erziehung und berufliche Bildung zu vermitteln. Weitsichtig erkannte Maria Theresia Bonzel, dass vor allem junge Mädchen eine gute schulische Bildung und eine  Ausbildung, z.B. im hauswirtschaftlichen oder pflegerischen Bereich benötigen. Die so ausgebildeten jungen Frauen konnten nun  im häuslichen und stationären Bereich gut qualifizierte Hilfe leisten.

Am 20. Juli  1863 erhielt diese Bewegung als Gemeinschaft der „Armen Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe“ von Bischof Konrad Martin von Paderborn ihre kirchliche Bestätigung. Während ihres Wirkens konnte sie mehr als 1.500 Schwestern um sich sammeln und in kluger Führung für ihre Ideale begeistern. Sie starb am 6.Februar 1905 im Olper Mutterhaus. Alle, die sie gekannt hatten, erlebten sie als eine einzigartige Persönlichkeit, die, tief in Gott verankert, eine unendliche Güte und Menschenfreundlichkeit ausstrahlte. Am 10. November 2013 wurde sie im Paderborner Dom selig gesprochen – ein markantes Signal der bleibenden Anerkennung dieser vorbildlichen Person und ihrer eindrucksvollen Lebenswerks.